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Stationen der Mittelformatfotografie bei PENTAX

Generell basiert die Entwicklung der Mittelformatkameras bei PENTAX auf zwei verschiedenen Modellen. Der PENTAX 6×7 und der etwas kleineren PENTAX 645. Allerdings wir das 6×7-System hier nur kurz erwähnt, da diese Linie nicht mehr produziert wird. Allerdings kommen die Objektive, von denen es noch viele auf dem Gebrauchtmarkt gibt, zur Sprache, weil sie das 645-System geschickt ergänzen.

 

Die ASAHI PENTAX 6×7

Die erste Mittelformat-Kamera im Programm von PENTAX kam 1969 auf den Markt und  war eine klassische SLR-Kamera, ähnlich der Pentacon Six, die etwas früher auf den Markt kam. Das Aufnahmeformat war mit 56×72 mm 4,5mal größer als ein Kleinbildnegativ. Das erste Modell war mechanisch, wog 1,73 kg (mit dem 105 mm-Standard-Objektiv), benötigte allerdings für die Belichtungsmessung eine Batterie und wurde im Laufe der Zeit mehrfach aktualisiert. 1976  wurde ein Modell mit Spiegelvorauslösung eingeführt, 1990 kam die PENTAX 67 auf den Markt und hatte zu dem Zeitpunkt bereits einen elektromechanischen Verschluss. Mit der Einführung der PENTAX 67II (1999), die eine Belichtungsautomatik hatte, endet die Reihe, die bis 2010 auf dem Markt war. Zu der Kamera, die immer beim gleichbleibenden Bajonett bleib, gehörte ein sehr umfangreiches System mit ca. 30 verschiedenen Objektiven (Takumare) und einem großen Angebot an Zubehör wie z. B. dem legendären Holzgriff, diversen Sucheraufsätzen, Mattscheiben etc.

 

Die PENTAX 645 (analoge Modelle)

1984 kam mit der ersten Kamera der Serie die PENTAX 645 auf den Markt. Als Kamera in die man per Tray den Rollfilm in das Gehäuse einlegen musste, war sie schon damals für schnellen motorischen Bildtransport (1,5 B/Sek.) gedacht und sehr solide gebaut. Zielrichtung war eher die handliche Kamera für unterwegs als eine universell nutzbare Studiokamera zu sein: TTL-Messung, Belichtungsautomatiken und ein LCD-Display für eine schnelle Übersicht der Einstellungswerte.
1997 wurde die Kamera stark überarbeitet und mit der PENTAX 645N kam die erste Auto-Fokus-Version auf den Markt. Logischerweise wurden damit auch viele Objektive überarbeitet und zu AF-Optiken. Neben weiteren Verbesserungen wurde die Kamera etwas schneller: Jetzt konnten 2 Bilder pro Sekunde entstehen. Ein weiteres Update hatte die Kamera 2001 mit der PENTAX 645NII. Das wesentlichste Merkmal  der Verbesserung war jetzt die Funktion zur Spiegelvorauslösung.

 

Pentax Mittelformat wird digital …

2010 kam mit der PENTAX 645D die erste digitale Version der Serie auf den Markt. Der CCD-Sensor von Kodak hat eine Größe von 44 x 33 mm und damit einen Crop-Faktor von 0,79 (zum KB-Format) und liefert 40 Mio. Pixel Bilddaten. Damit hat er einen für damalige Verhältnisse ausgereiften Pixelpitch wie vergleichbare Profi-Vollformat DSLR-Kameras, mit deren Bedienung sich die Kamera auch direkt vergleichen lässt. Nur, dass sie deutlich feiner auflöst und erheblich größere Formate zulässt. Dabei ist sie mit einem schnell arbeitenden Autofokus und mit 70 Dichtungen allein im Gehäuse für Outdoor-Fotografie bestens gerüstet ohne dabei die Handlichkeit einer DSLR-Kamera vermissen zu lassen. Der hohe Dynamik-Bereich von über 11 Lichtwerten sorgt für perfekt durchzeichnetet Aufnahmen. Diese Leistungsmerkmale macht die PENTAX 645D mit den Kameras anderer Mittelformat-Hersteller direkt vergleichbar, lenkt aber durch einen erheblich niedrigeren Preis jetzt auch die Aufmerksamkeit ganz neuer Fotografen-Zielgruppen auf das Mittelformat. Jetzt sind auch qualitätsorientierte Reportage-Fotografen an diesem Format interessiert.

 

PENTAX 645Z

2014 wurde im Sommer die zweite Version einer digitalen PENTAX 645 auf den Markt gebracht. Der Sensor ist jetzt ein CMOS-Sensor in gleicher Größe von Sony mit 50 MP Auflösung und ermöglichte jetzt nicht nur LiveView sondern auch Videos und hohe Lichtempfindlichkeiten. Diese Funktionserweiterungen sowie ein schwenkbares Display machen aus der ohnehin handlichen Mittelformatkamera eine vollumfängliche Kamera für annähernd alle Bereich der Fotografie. Mode-, Reportage-, Natur- und Tierfotografie neben den ohnehin klassischen Aufgaben der Mittelfomatfotografie, die vom Stativ aufgenommen werden.

Der weiterhin niedrige Preis machen diese Kamera schon in kürzester Zeit zur meistverkauften Kamera ihres Segments, da sie weiterhin im Vergleich mit anderen Kameras anderer Hersteller (die teilweise den identischen Sensor nutzen) ein unvergleichliches Preis-/Leistungsverhältnis darstellt. Gleichzeitig ist diese Kamera aufgrund der langen Produktkontinuität mit einem umfangreichen System zu kombinieren.

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